Crew |
Crew |
Alina E.Das machst du hauptberuflich:
Ich bin Mitinhaberin zweier Onlineshops im Bereich Hundeequipment, wir verkaufen unter anderem selbst gefertigte Leinen und Halsbänder sowie Kauartikel und Leckerlies. Welcher Hund lebt aktuell bei dir? Bruno, ein Großer Schweizer Sennenhund Rüde, er ist sechs Jahre alt. Was ist dir im Umgang mit deinem Hund wichtig? Eine vertrauensvolle Beziehung zu meinem Hund, welche sich durch Konsequenz, Fairness und Wohlwollen definiert. Wie bist du zum Hundetraining gekommen? Durch meinen eigenen Hund Bruno. Mehrere Hundetrainer:innen konnten uns damals leider nicht bei Brunos Themen helfen, sodass ich mich selbst fachlich fortbilden wollte. Ich absolvierte erst ein Fernstudium im Bereich Tierpsychologie und Tierverhaltenstherapie (Schwerpunkt Hund), machte eine Ausbildung zur Hundetrainerin, besuchte Seminare, Workshops und machte mehrere Praktika. Hundetraining und das hierfür notwendige Wissen über Hunde inspiriert mich, sodass ich jenes fortan dafür nutzen möchte, anderen Mensch-Hund-Teams zu helfen. Was fasziniert dich an der gemeinsamen Arbeit mit Mensch-Hund-Teams? Die Aha-Momente zu sehen: Menschen, die mit und durch ihren Hund über sich hinauswachsen. Die Freude in ihren Gesichtern, beim Training ein (Zwischen-)Ziel erreicht zu haben, Erfolgserlebnisse gemeinsam zu feiern. Ich mag es, mit Kund:innen durch Höhen und Tiefen zu gehen, für sie da zu sein, ihnen Mut zuzusprechen und sie auf dem 'Abenteuer Hund' ein Stück weit begleiten zu dürfen. Was machst du hier in der Hundeschule Seelenhund? Zweimal im Monat bin ich für die Einsteiger-Grüppchen zuständig. Ebenso leite ich die jeweiligen Mantrailing-Gruppen an. Ich darf also im Erziehungs- und Beschäftigungsbereich mit den Teams an ihren Zielvorstellungen arbeiten. Dieses Trainings-Tool würdest du niemals verwenden: Da gibt es mehrere. Da fällt mir als erstes ein: Ein Würgehalsband. Hunde sollten nicht über vermeintliche 'Kraft' des Menschen und über schmerz- und leidvolle Trainingshilfsmittel geführt werden. Das wünschst du dir für jeden Hund: Verstanden und ernst genommen zu werden. Als Hund, in seiner Komplexität des Wesens, wirklich gesehen und geschätzt zu werden. |
Alina F.Das machst du hauptberuflich:
Ich bin Ergotherapeutin und arbeite tiergestützt mit meiner Hündin Raya. Welche Hunde leben aktuell bei dir? Bei mir leben zurzeit Oscar, ein Australian Shepherd Rüde, er ist fünf Jahre alt und Raya, eine Australian Shepherd Hündin, sie ist ein Jahr alt. Was ist dir im Umgang mit deinen Hunden wichtig? Für mich ist im Umgang mit meinen eigenen Hunden Verständnis, Transparenz und Fairness wichtig. Wie bist du zum Hundetraining gekommen? Durch meinen Ersthund Oscar habe ich die Leidenschaft zum Hundetraining gefunden. Oscar ist ein reizoffener Typ Hund, durch ihn lernte ich Hunde richtig zu lesen und zu verstehen. Er brachte mich dazu, umzudenken, neue Erfahrungen zu sammeln. Zu Beginn machte ich die Ausbildung zur Hundetrainerin, um meinen eigenen Hund besser einschätzen zu können, doch mich begeistert die Arbeit mit den unterschiedlichen Mensch-Hund-Teams und so verspürte ich den Wunsch, diese auf ihrem jeweiligen Weg zu unterstützen. Was fasziniert dich an der gemeinsamen Arbeit mit Mensch-Hund-Teams? Mich fasziniert die Individualität, die jedes Mensch-Hund-Team mitbringt und eben jene in deren Entwicklung zu schätzen und zu unterstützen. Was machst du hier in der Hundeschule Seelenhund? Einen von zwei Terminen je Monat leite ich die Streber- und die Dranbleiber-Gruppen an. Außerdem veranstalte ich regelmäßig Social Walks. Dieses Trainings-Tool würdest du niemals verwenden: Ich lehne selbstverständlich ich alle tierschutzrelevanten Trainingsmethoden und damit einhergehende Hilfsmittel ab. Außerdem finde ich es wichtig sich nicht auf ein Trainings-Tool festzulegen, sondern dieses immer auf das Mensch-Hund-Team individuell anzupassen. Das wünschst du dir für jeden Hund: Dass jeder Hund wahrlich angenommen wird, so wie er ist und in seinen Fähigkeit entsprechend gefördert und gefordert wird. Dass mit ihm wohlwollend und respektvoll umgegangen wird. |
Jan-PhilippDas machst du hauptberuflich:
Ich bin Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Welche Hunde leben aktuell bei dir? Meine Hündin Marla (ein Schäferhündin-Mischling) bringt Gelassenheit, mein junger Rüde Lennox (ein Border Collie) bringt Power - die beiden sind sozusagen mein Yin und Yang und machen mein Leben komplett. Was ist dir im Umgang mit deinen Hunden wichtig? Mir ist wichtig, unsere gemeinsame Lebenszeit bewusst zu genießen. Wir probieren aus, was uns Spaß macht und machen sodann mehr davon. Auch wenn es mal nicht nur rund läuft, ist es mir wichtig, dass wir uns gegenseitig verstehen und unterstützen. So bleibt kein „hätten wir mal“ - sondern tolle Momente und Erinnerungen. Wie bist du zum Hundetraining gekommen? Neben notwendigem Erziehungsinput, welcher selbstverständlich immer Priorität besitzt, bin ich jedoch besonders durch verschiedene Beschäftigungsideen am Thema Hundetraining interessiert. Gestartet bin ich da mit Tricksen und Longieren; später wurde dies von Agility abgelöst, was wir inzwischen auch als Turniersport betreiben. Dieser Weg hat mir gezeigt, wie viel Freude strukturierte, gut aufgebaute Beschäftigung bringen kann, und genau das möchte ich weitergeben. Was fasziniert dich an der gemeinsamen Arbeit mit Mensch-Hund-Teams? Wenn Mensch und Hund sichtbar Spaß haben und sich immer besser verstehen, macht mich das glücklich. Diese kleinen Schlüsselmomente, in denen Missverständnisse weniger und beide Seiten sicherer werden, sind mein Highlight. Was machst du hier in der Hundeschule Seelenhund? Ich begleite anteilig Beschäftigungskurse wie Agility, Dogility, Tricksen und Longieren. Dabei geht es nicht nur um Sport oder Tricks, sondern auf der größeren Ebene um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Dieses bessere Miteinander spürt man auch im Alltag - im Umgang, im Vertrauen und im gemeinsamen Spaß. Dieses Trainings-Tool würdest du niemals verwenden: Eine Ballschleuder würde ich nicht verwenden. Damit fördert man weniger echtes Miteinander, statt eher eine Art Jagd- und Suchtschema beim Hund. Statt gemeinsamer Interaktion wird man schnell nur noch zum „Ball-Lieferanten“- und das geht für mich am Sinn von qualitativer Beschäftigung vorbei. Das wünschst du dir für jeden Hund: Gesehen, akzeptiert und entsprechend seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten gefördert zu werden. |